Hier ein vorjähriger Ast von Isi d'Oro, da sind 10 Feigen dran.
Diese Sorte bildet bei mir im Gegensatz zu anderen jede Menge Brebas. Die Vorjahresäste haben alle um die 5 oder mehr Ansätze. Die Sorte gebe ich nicht mehr her. Kein vorzeitiger Abwurf. Ich ziehe die Pflanze wie der Kanadier, Kandelaber mit Maximalhöhe, vielen Verzweigungen und knallhartem Rückschnitt, auf der Höhe, um noch mehr Triebe zu bekommen. Natürlich geht da jedes mal die Brebaernte flöten, es muss selektiv passieren, um nicht alles zu verlieren. Herbstfeigen werden da (wohl sortenspezifisch) nicht reif.
Brown Turkey bildet bei mir die Brebas nur in der Nähe der Spitze. Stirbt diese ab, gibt es keine oder nur wenig Ernte. 1 bis 4 Ansätze. Meist werden dann 1 bis 2 reif, der Rest wird abgeworfen. In Hamburg zuverlässig, im Wendland nur in milden Wintern.
Ganz extrem : Sultane ( abgesägt ). Meterlange Triebe, an denen dann 0 bis 2 Brebas sitzen. So in 3 bis 4 Meter Höhe, Vollkommen untauglich bei dem Platzbedarf für hier.
Bei den ganzen Diskussionen um die Feigen habe ich noch nie diesen Aspekt gelesen, wo am Ast und wie viele Brebas zuverläsig angesetzt werden. Geschmack hier, Geschmack da, nutzt mir nix. Auch die Größe, die man für die Ernte einplanen muss ist wichtig. Isi d'Oro wächst von sich aus steil aufrecht. Andere Sorten legen sich Platz fordernd mit neuen Trieben auf den Boden.
Herbstfeigen werden bei mir bei zweimal tragenden Feigen nicht reif. Bei Herbstfeigensorten wie RdB funktioniert es jedoch gut.
Ergänzung 7.5.: bei Isi d'Oro sind auch fast alle Spitzen abgefroren. Das ist hier gar nicht schlimm, da die Brebas auch weiter unten sitzen und ich automatisch neue Verzweigungen bekomme.